| Gene Davis (1920-1985) |
Farbfeldmalerei der 1950er Jahre Mit Bildern und Aquarellen von Gene Davis setzt sich die mit Theodoros Stamos begonnene Reihe der in Amerika nach 1945 schaffenden Künstler fort. Sie zeigen, wie unterschiedlich sich doch die Künstler in den USA von der dort übermächtigen Stilrichtung des Abstrakten Expressionismus gelöst haben; Gene Davis hat hier Ende der 50er Jahre entscheiden-de Lösungsmöglichkeiten angeboten. Er fühlt sich dem impulsiven Gestus der Abstrakten
Expressionisten verpflichtet, bändigt ihn aber mittels radikaler
Vereinfachungen: Es gibt nur mehr Punkte und Striche. Diese werden auch
noch scheinbar mechanisch aneinandergereiht. Die Impulsivität,
das Spielerische sind aber immer spürbar. Somit bleibt Raum für
Ungenauigkeiten, Farbnuancen und (ab 1960) Farbkombinationen, die von
Subtilität und Poesie zeugen. Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in den wichtigsten Museen der USA belegen seinen Rang. Trotzdem ist er heute auch im eigenen Land zu wenig bekannt. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass ich einige der ersten Zeugnisse an der Grenze zwischen Farbfeldmalerei und der in den 60er Jahren entstehenden Op-Art, Bilder aus der besten Zeit, zusammentragen konnte. |
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