|
Rudolf Wachter |
Rudolf Wachter - Zeichnungen und eine Skulptur Rudolf Wachter gilt zu Recht als bedeutendster
Holzbildhauer der Gegenwart. In der Ausstellung der Galerie Sundheimer
zur open art 2005 steht zum ersten Mal das zeichnerische Werk Rudolf
Wachters im Mittelpunkt. Wir zeigen in Auszügen zwei Serien, die
beide Beobachtungen von und an Architektur zum Ausgangspunkt ihrer zeichnerischen
Variationen nehmen. Eine der Serien widmet sich einem stets gleich bleibenden
Motiv: die Heiligkreuz-Kirche in Fröttmaning. Aber es geht gar
nicht um die Erfassung dieses konkreten Motivs aus unterschiedlichen
Perspektiven: Studie zu Licht über Fröttmaning hat Rudolf
Wachter diese Zeichnungen genannt. Als Bildhauer lässt sich Rudolf Wachter
"bei der Formentwicklung ausschließlich von den im Holz ruhenden
Möglichkeiten und den zu erwartenden Mutationen des Materials lenken.
" Verglichen mit frühen Zeichnungen Wachters,
die Aktstudien und Impressionen aus Griechenland festhalten, offenbaren
die neueren Zeichnungen deutlich das gleiche künstlerische Denken,
mit dem Wachter aus dem Holz seine konzeptionell-strengen oder dynamischen
Skulpturen herausarbeitet. Nicht nur, weil auch sie Zeugnisse und Ergebnisse
seiner Suche nach Aufbau und Form sind, die auf ihr Medium reagiert
und für das, was am Dargestellten interessiert, das größte
Potential bietet. Sondern auch, weil sie sich offen geben für alle
Möglichkeiten und nichts vorwegnehmen. Nichts übernimmt in
den Zeichnungen eine feste Funktion - weder die freie Fläche oder
die dichte Schraffur noch eine einzelne Linie oder die weit gezogenen,
elegant geschwungenen Bögen. Für Rudolf Wachter "muss Form funktionieren". Die oft kargen, skizzenähnlichen Zeichnungen legen nahe, dass die funktionierende Form' keine Frage des Hinzufügens, sondern des Wegnehmens ist - wie bei seinen Skulpturen aus dem Stamm. Die in den ersten drei Abschnitten des Textes in Anführungszeichen gesetzten Satzteile und Passagen sind Zitate aus dem Artikel von G. Knapp Der Naturkraft eine Form geben, erschienen im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung vom 18. Mai 2005 Biographie Rudolf Wachter:
1949 -56 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seitdem lebt und arbeitet Wachter in München 1965 - 67 Studienaufenthalt in Griechenland 1971 Stipendium für die Künstlerkolonie McDowell, USA 1974 Schwabinger Kunstpreis 1977 Förderpreis der Stadt München 1993 Kunstpreis der Stadt München; Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste, München 1995 Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland In der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
München war 2003 anlässlich des 80. Geburtstags des Künstlers
eine erste Retrospektive mit Arbeiten aus über 30 Jahren zu sehen. Darüber hinaus war Rudolf Wachter seit den 1960er Jahren an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen beteiligt. Eine ausführliche Übersicht ist auf der Website des Künstlers www.rudolfwachter.de abrufbar. Dort erhält der Interessierte ebenso erste, aber charakteristische Einblicke in das künstlerische Schaffen Rudolf Wachters (mit vielen Abbildungen von Skulpturen aus unterschiedlichen Werkphasen, ebenso wie Beispiele der im Pressetext erwähnten frühen Zeichnungen).
|
Odeonsplatz 16 • D-80539 München • Tel. 0049. 89. 24 21 05 - 04 • Fax 0049. 89. 24 21 05 - 06
info
Impressum
Öffnungszeiten:
| Mi-Fr | 14.00-18.30 Uhr |
| Sa | 11.00-14.00 Uhr |
| und nach Vereinbarung |